Wohneigentum wird immer teurer

Immobilien: Der Preisdruck in den Metropolen nimmt zu. Dennoch sind zumindest Einfamilienhäuser so erschwinglich wie noch nie.

Berlin Prenzlauer Berg

Gerade in den großen Städten sind die Prese für Wohneigentum gestiegen. Hier: Berlin Prenzlauer Berg. Fotolia / ArTo

Die Preise für Wohneigentum sind weiter gestiegen. Im Deutschland-Mittel sind in diesem Jahr die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert bisher um gut 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. 2015 lag die Preissteigerung in diesem Segment bei knapp 5 Prozent. Damit setzt sich der 2010 begonnene Preisanstieg fort. Insbesondere in den Großstädten steigen die Preise kräftig. Das sind die Ergebnisse des IVD-Preisspiegels Wohneigentum, welcher die Entwicklung der Wohneigentumsmärkte in rund 370 Städten der Bundesrepublik erfasst. Vor allem in den neuen Bundesländern steigen die Kaufpreise erheblich. Die großen Städte und Ballungsregionen Dresden, Leipzig und Magdeburg haben indes eine Wertsteigerung von mehr als 5 % pro Quadratmeter.

Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Ein wichtiger Grund dafür ist die Wohnraumknappheit. Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolen. Trotz allgemein gestiegener Bauaktivitäten gibt es eine ausgeprägte Unterversorgung im Angebot – bei immer größer werdender Nachfrage.“ Die Politik habe spät auf die sich andeutende Wohnraumknappheit reagiert. „Die Folgen dieses verschleppten Wohnungsbaus spiegele sich in den gestiegenen Preisen wieder“, so Schick. Eine starke Nachfrage nach Immobilien gebe es auch wegen der Niedrigzinspolitik der EZB.